Inhaltsverzeichnis:
1 Definition
2 Bewertung
3 Inhalt
4 Der abstrakte Konsens
5 Das Ende des Konsens
6 Potentielle Dauer von Konsensen
Auszug:
1.
Konsens ist das, was die überwiegende Mehrheit versteht und glaubt.
1.1
Die erste Voraussetzung für einen Konsens ist das Verstehen. Nur wenn man eine Aussage verstanden hat, kann man entscheiden, ob man sie für wahr, nützlich, relevant, schön oder ähnliches hält oder nicht.
1.2
Wenn die Mehrheit an einen Inhalt glaubt, entsteht ein Konsens, egal ob dieser Inhalt objektiv wahr oder falsch ist.
1.3
Wenn ein ethisches Gebot von der überwiegenden Mehrheit nicht befolgt wird, das heißt wenn das Gebot nicht Teil eines Konsens ist, ist das Gebot nur fiktiv.
1.3.1
Ein ethisches System, das sowohl gültige als auch fiktive Gebote enthält, ist nicht in sich widerspruchsfrei, und ist daher in der Praxis untauglich.
Beispiel: Die katholische Kirche stellt unter anderem folgende Gebote auf:
1) Sexualverkehr ist nur innerhalb der Ehe erlaubt.
2) Alle künstlichen Verhütungsmittel mit Ausnahme der Enthaltsamkeit sind verboten.
Es gibt bestimmte Gesellschaften, in denen das Gebot (1) nur fiktiv ist, aber das Gebot (2) streng befolgt wird. Das Ergebnis ist erstens eine Bevölkerungsexplosion, aus der wiederum allgemeine Armut resultiert, weil es keine Arbeitsplätze gibt, und zweitens die Zunahme von Aids-Erkrankungen. Obwohl das ethische System in der Theorie sinnvoll wäre, ist es praktisch untauglich, weil es nicht konsequent als Konsens eingehalten wird.
Bei Interesse bitte weiterlesen unter
http://www.wbaudisch.de/Neue_Konsenstheorie.html
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Neue Konsenstheorie
Eingestellt von
wb
um
22:59
Labels: Konsens Wahrheit
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